Behandlungspflege (nach § 37 SGB V)

Zertifiziert über das
Institut für Pflegemanagement

Was ist Behandlungspflege?

Medizinische Leistungen erbracht von qualifiziertem Pflegepersonal im häuslichen Umfeld zur Unterstützung der ärztlichen Therapie,

Die medizinische Behandlungspflege ist zusammen mit der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung einer der drei wesentlichen Pfeiler der häuslichen Krankenpflege.

Die Behandlungspflege umfasst sämtliche medizinisch notwendigen Maßnahmen, die von einem Haus- oder Facharzt verordnet werden. Diese Tätigkeiten werden ausschließlich von examinierten Pflegekräften durchgeführt, die über die entsprechenden fachlichen Qualifikationen und Kompetenzen verfügen.

Typische Maßnahmen der Behandlungspflege sind unter anderem das Verabreichen von Medikamenten, das Wechseln von Verbänden, die Durchführung von Injektionen, die Blutdruck- und Blutzuckermessung sowie die Wundversorgung. Auch komplexere medizinische Aufgaben wie die Versorgung eines Tracheostomas, das Legen oder Wechseln eines Blasenkatheters oder die Überwachung von Infusionstherapien fallen in den Bereich der Behandlungspflege.

Die Behandlungspflege dient nicht nur der Durchführung ärztlicher Anordnungen, sondern auch der Entlastung von Angehörigen und der Förderung der Selbstständigkeit der Patienten, soweit es deren Gesundheitszustand erlaubt.

Leistungen der medizinischen Behandlungspflege nach § 37 SGB V

  • Wundbehandlung bei offenen Wunden, Verbrennungen oder Verletzungen
  • Verbandswechsel (inkl. sterile Verbände, Salbenverbände, Druckverbände)
  • Behandlung von chronischen Wunden (z.B. Dekubitus, Ulcus cruris)
  • Verabreichung von Injektionen (z.B. Insulin, Schmerzmittel)
  • Durchführung von Infusionen (z.B. Flüssigkeitszufuhr, Antibiotika)
  • Subkutane, intramuskuläre und intravenöse Injektionen
  • Blutdruckmessung
  • Blutzuckermessung
  • Körpertemperaturmessung
  • Überwachung von Vitalparametern
  • Anlegen und Wechseln von Blasenkathetern
  • Pflege von Kathetern (z.B. Absaugen von Sputum bei Tracheostomapatienten)
  • Versorgung von Stomata (z.B. Kolostomie, Ileostomie)
  • Verabreichung von verordneten Medikamenten (oral, intravenös, per Injektion)
  • Dosierung und Kontrolle der Medikation
  • Dokumentation der Medikamentengabe
  • Pflege von Patienten mit Tracheostoma (z.B. Sputumabsaugung, Pflege der Atemwege)
  • Versorgung bei Dialysepatienten (z.B. Blutdruckkontrollen, Infusionen)
  • Betreuung von Patienten nach Operationen oder bei akuten Krankheitsverläufen
  • Unterstützung bei der Anwendung von medizinischen Geräten (z.B. Atemtherapiegeräte)
  • Kontrolle und Pflege von medizinischen Hilfsmitteln